Einleitung
Erläuterung zur
Auswahl der Dokumente
Seit 1526 gehörten die sogenannten Länder der böhmischen
Krone, also das Königreich Böhmen, die Markgrafschaft Mähren und das Herzogtum
Schlesien in Form einer dynastischen Union zur Habsburgermonarchie. Als maßgebliche Landesverfassung galt seit 1627 in Böhmen und seit 1628 in Mähren bis 1848 die Erneuerte Landesordnung, welche das Verhältnis
dieser Länder zur habsburgischen Dynastie und zum Wiener Hof bestimmte. Bis zu
den theresianischen und josephinischen Reformen gab es in Böhmen und Mähren und
seit 1742 auch im sogenannten österreichischen Schlesien, das aber
verwaltungstechnisch mit Mähren verbunden war, fast keine Anzeichen der
Unzufriedenheit der Landesstände mit diesem staatsrechtlichen Zustand. Erst die
josephinische Zentralisierung und Verstaatlichung der Verwaltungsmacht nach
1780 verursachte ernste Proteste gegen die kaiserliche Zentralmacht in Form der
ständischen Desiderien oder später in den 1840er Jahren auch in Form der
staatsrechtlichen Petitionsproteste gegen die Eingriffe in die Selbstverwaltung
Böhmens, die wider die Landesverfassung waren.
Die Revolution vom Frühjahr 1848 und die nachfolgenden
oktroyierten österreichischen Verfassungen beendeten die ständische
Landesherrschaft. An ihre Stelle sollte die neugeschaffene Landesgewalt der
neuen neuständisch repräsentativ vertretenen Landtage treten. Bereits schon das
kaiserliche Patent vom 15.3.1848, das die neue Konstitution für den
österreichische Kaiserstaat versprach, rechnete mit „verstärkter Vertretung des
Bürgerstandes“ in den Landtagen, was noch am 18.3.1848 durch das kaiserliche
Reskript an die Stände der jeweiligen Länder abermals betont wurde. Im Sinne
dieser Instruktionen, deren wesentlicher Punkt die Annullierung des ständischen
Vertretungsprinzips war, begannen der böhmische und mährische Landtag und der
schlesische öffentliche Konvent die neuen Landesverfassungen vorzubereiten.
In den beiden abgedruckten
Landesverfassungen war aber die alte ständische Verfassung als
Anknüpfungspunkt zum liberalen konstitutionellen Repräsentativsystem gewählt
worden. Der Übergang von der ständischen Repräsentation zur Volksrepräsentation
ging hier auf der alten Basis des deutlich ausgedrückten Herrscherwillens
friedlich vonstatten. Obwohl diese Landesverfassungen nie in Kraft gesetzt
wurden, sind hier diese Dokumente, also der Entwurf der Verfassung für das
Markgrafthum Mähren, welcher bei dem Mährischen Landtage beschlossen, und dem
hohen Ministerium zur Bestätigung des österreichischen Reichstages und Sr.
Majestät des Kaisers unterbreitet wurde (deutsch und tschechisch) und der
Gesetzvorschlag zur Provinzialverfassung Schlesiens als zeitgenössische
Zeugen des politischen neuständischen und konstitutionellen Denkens Mährens und
Schlesiens vertreten.
Das Drängen der böhmischen Stände auf die Verwirklichung
ihres vormärzlichen also vorrevolutionären Programms einer Reform im
altständischen Rahmen, dessen Hauptpunkte die Erweiterung des Landtages um die
Mitglieder des städtischen Patriziats umfassten, war schon durch die Prager und
Wiener März-Ereignisse überholt. Die bürgerliche Bewegung in Prag und nachher
in Böhmen wandelte sich rasch zur tschechischen Nationalbewegung, die alleine
staatsrechtliche, nationale, soziale und wirtschaftliche Probleme des Landes
lösen wollte. Die Hauptforderungen der Prager bürgerlichen Petition waren in
ihrer ursprünglichen Form staatsrechtlich (unklar formulierte gesetzgebende
Vertretung der Länder der böhmischen Krone), national (Gleichberechtigung der
tschechischen Sprache im Amt und im höheren Schulwesen) und sozial (Befreiung
des bäuerlichen Eigentums und politischer Emanzipation des Bauernstandes) und
entsprachen nicht den Vorstellungen, welche die Stände bisher angestrebt
hatten. Die kaiserliche Antwort in Form eines Kabinettschreibens vom 23.
März 1848 räumte Platz ein für manche liberale Zugeständnisse, aber
hinsichtlich der staatsrechtlichen und sozialen Forderungen war sie ausweichend
formuliert.
Die endgültige Antwort auf die Prager Bürgerpetition in
einer Form der Allerhöchsten Erledigung vom 8. April 1848 ging doch
einen Schritt weiter und deutete an, dass nicht der böhmische Landtag, sondern
der Prager bürgerliche Nationalausschuss die konstitutionelle Initiative
übernahm und die Wahlen zum neuständisch-liberal zusammengesetzten böhmischen
Landtag, der nachher die neue böhmische Verfassung ausarbeiten sollte, auf der
Basis dieses kaiserlichen Handschreibens vorbereiten sollte. Die bewaffneten
Prager Juni-Unruhen, bzw. die Entscheidung der Wiener Regierung nach der Niederschlagung
dieser Unruhen, den böhmischen Landtag nicht zusammenkommen zu lassen, hat aber
diesen konstitutionellen Prozess in Böhmen absichtlich verhindert. Der
böhmische konstituierende Landtag ist 1848 nie zusammengetreten. Nach den
Prager antiaristokratischen und antideutschen Juni-Unruhen kam es auch nicht
mehr – wie in Mähren und Schlesien – zur politischen Verständigung zwischen dem
böhmischen Adel und der tschechischen und deutschen Nationalbewegung. Sowieso
musste die Krone auch die Wünsche der Deutschen aus Böhmen, die nach den
gescheiterten Wahlen in die Frankfurter Nationalversammlung und nach dem Prager
Slawenkongress von den tschechischen Liberalen immer größeren politischen
Abstand nahmen, berücksichtigen. Als einzige politische Plattform blieb dann ab
Juli 1848 bis Anfang März 1849 für alle Liberalen aus Böhmen nur der Wiener
Reichstag.
In der vorliegenden Edition wurden zudem drei Dokumente, die
gleichsam die Eckpfeiler in der Landesverfassungsauseinandersetzung des Jahres
1849 bildeten, aufgenommen: die Landesverfassung für das Königreich Böhmen
sammt der dazu gehörigen Landtags-Wahlordnung, die Landesverfassung für
das Markgrafthum Mähren sammt der dazu gehörigen Landtags-Wahlordnung und
die Landesverfassung für das Herzogthum Ober– und Nieder-Schlesien sammt der
dazu gehörigen Landtags-Wahlordnung.
Die oktroyierte österreichische Verfassung vom 4.3.1849 hob
dann die ständischen Landesverfassungen de jure auf und versprach eine
neue. Diese sollte noch während des Jahres 1849 in Kraft treten und dem Reichstag vorgelegt werden. Der Minister des Inneren Graf Franz Stadion
hatte zu diesem Zweck eine Kommission eingesetzt, welche die Aufgabe hatte, die
einzelnen Landesverfassungen und Landtagswahlordnungen auszuarbeiten. Minister
Alexander Bach brachte dann schon als Stadions Nachfolger im Mai 1849 die
Landesverfassung für Böhmen, die als Vorbild für alle anderen dienen sollte, im
Ministerrat zur Besprechung. Nach langen Verhandlungen beschloss der
Ministerrat schließlich an der Schwelle der Jahre 1849/1850 die
Landesverfassungen und Landtagswahlordnungen für Nieder-Österreich, Salzburg,
Kärnten, Krain, Schlesien, die Steiermark, Mähren, Böhmen, Tirol und
Vorarlberg, Görz, Gradiska und Istrien, Triest und die Militärgrenze. Bis auf
Triest und die Militärgrenze folgten die Landesverfassungen und Wahlordnungen
einem Muster und wiesen starke Elemente der früheren ständischen Struktur auf.
Obwohl diese Verfassungen mit kaiserlichem Patent publiziert worden waren,
traten sie – mit Ausnahme Triests und der Militärgrenze – nie in Kraft. Sie
dienten aber in allen wichtigen Punkten als Vorbild für die mit dem
Februarpatent 1861 erlassenen Landesverfassungen.
Die edierten Dokumente haben mit Ausnahme der kaiserlichen
Antworten auf die Prager Petitionen, die politisch-liberale, nationale und
staatsrechtliche Forderungen im Namen des ganzen Landes Königreich Böhmen zu
formulieren versuchte, den Charakter einer mit Paragraphen versehenen
Verfassung. Diese Erledigungen haben ebenfalls einen verfassungsmäßigen
Charakter, da sie eine Änderung, bzw. eine liberale Lösung z. B. der
Grundrechte und der Wahlordnungen für den böhmischen Landtag enthalten. Alle
diese Dokumente wurden in der politischen Praxis der betreffenden Länder nie
angewandt und daher auch nicht erprobt. Sie stellen somit eher eine Grundlage
für die historische und politologische Analyse des konstitutionellen
Zeitdenkens dar, das sich an der Schwelle der ständischen und liberalen Ära
ereignete.
Alle Texte wurden von der jeweils originalen Fassung unter
genauer Übernahme der dortigen Orthographie abgeschrieben. Bei der
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Ausgewählte Bibliographie
zum Thema der österreichischen, böhmischen, mährischen und schlesischen
Petitions- und Verfassungsgeschichte 1848 - 1850
Karl Bosl, Handbuch der Geschichte der
böhmischen Länder, Bd. 2: Die böhmischen Länder von
der Hochblüte der Ständeherrschaft bis zum Erwachen eines modernen
Nationalbewußtseins, Stuttgart, 1974.
Wilhelm Brauneder, Friedrich Lachmayer, Österreichische
Verfassungsgeschichte. Einführung in Entwicklung und Strukturen, Wien:
Manz, 1976.
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sněmovánà roku 1848–49 (Verhandlungen des mährischen Landtages im
Jahr 1848 – 49). Na padesátiletou památku novodobého sněmu a zruÅ¡enÃ
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I. na trůn, Telč: Emil Solc, 1898.
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in Zisleithanien, in: Wandruszka, Adam, Urbanitsch Peter (Hrsg.), Die Habsburgermonarchie 1848–1918, Bd. II: Verwaltung und Rechtswesen, Wien: Verl. d. Österr. Akad. d.
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Landtage im Jahre 1848, Teil 1–3, Wien: Hoelder-Pichler-Tempsky, 1929,
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Kaisertum Österreich 1848–1849, Bd. 1–2, Wien: Universium, 1948.
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Böhmen. Strukturwandel von Herrschaft und Gesellschaft in Österreich um die
Mitte des 19. Jahrhunderts, Mainz: von Zabern, 1998.
Karl Obermann, Die Wahlen zum Frankfurter
Parlament im Frühjahr 1848. Die Wahlvorgänge in den Staaten des Deutschen
Bundes im Spiegel zeitgenössischer Quellen, Berlin: Deutscher Verlag der
Wissenschaften, 1987.
Josef Polišenský, Revoluce a
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(Tschechisches Jahr 1848), Prag: KuncÃř, 1948.
Schlesiens Landesvertretung und
Landeshaushalt von ihren Anfängen bis zur neuesten Zeit. Aus Anlass des
60-jährigen Regierungsjubiläums vom 2. Dezember 1908 Sr. Majestät des Kaisers
Franz Josef I. Herausgegeben vom Schlesischen Landesausschusse. Unter
Mitwirkung der schlesischen Landes-Ämter und Anstalten, bearbeitet und
redigiert von Landesrat Karl Berthold, Vorstand des Landesstatistischen Amtes.
I. Teil: Landesvertretung, Troppau: Landesausschuss, 1909, 77–80.
Anton Springer, Geschichte Österreichs
seit dem Wiener Frieden 1809, Bd. 1–2, Leipzig: Hirzel, 1863, 1865.
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1848–1849 v Českých zemÃch (Die Revolutionsjahre 1848–1849 in
den böhmischen Ländern), Prag: Historický ústav ČSAV, 1990.
Úvod
VysvětlenÃ
k výběru dokumentů
Od roku 1526 patřily takzvané Země
koruny české, tj. Královstvà České, Markrabstvà Moravské a VévodstvÃ
Slezské formou dynastické unie k habsburské monarchii. V Čechách od
roku 1627 a na Moravě od roku 1628 až do roku 1848 platilo takzvané
Obnovené zřÃzenà zemské jako základnà zemské zřÃzenÃ, které
upravovalo vztah těchto zemà k habsburské dynastii a
k vÃdeňskému dvoru. Až do tereziánských a josefÃnských reforem se
v Čechách ani na Moravě a od roku 1742 ani v takzvaném
rakouském Slezsku, které bylo ale správně spojeno s Moravou,
neprojevily žádné náznaky nespokojenosti zemských stavů s tÃmto
státoprávnÃm stavem. Teprve josefÃnská centralizace a postátněnà správy po
roce 1780 vyvolaly vážné protesty proti cÃsařské centralizaci formou
takzvaných stavovských desideriÃ, nebo později ve 40. letech 19. stoletÃ
rovněž formou státoprávnÃch petičnÃch protestů proti
zásahům do samosprávy Čech odporujÃcÃm zemskému zřÃzenÃ.
Revoluce na jaře 1848 a následujÃcÃ
oktrojovaná rakouská ústavnà zřÃzenà znamenaly konec stavovského principu
zastoupenÃ. NamÃsto něj měla nynà nastoupit nově vytvořená
legislativnà moc přetvořených zemských sněmů
s novostavovsky reprezentativnÃm zastoupenÃm. Již cÃsařský patent
z 15.3.1848, který sliboval novou konstituci pro rakouské cÃsařstvÃ,
počÃtal se „silnějÅ¡Ãm zastoupenÃm měÅ¡ťanského stavu“
v zemských sněmech, což jeÅ¡tě 18.3.1848 opětovně
zdůraznil cÃsařský reskript určený sněmům jednotlivých
zemÃ. Ve smyslu těchto pokynů, jejichž podstatným bodem bylo zruÅ¡enÃ
stavovského zastupitelského principu, začal pak český a moravský
zemský sněm a slezský veřejný konvent jednat o zemských ústavách.
U obou otiÅ¡těných zemských ústav
bylo zvoleno staré stavovské zřÃzenà jako východisko transformace do
systému liberálně zvolené politické reprezentace. Přechod od
stavovského systému k liberálnÃmu zde probÃhal klidně a v podstatě
na starém základě plněnà jasně vyjádřené vůle
panovnÃka. Přestože tato zemská ústavnà zřÃzenà nevstoupila nikdy
v platnost, jsou tyto dokumenty, tj. Návrh ústavnÃho zřÃzenà pro
Markrabstvà moravské, který byl schválen Moravským zemským sněmem a
předložen vysokému ministerstvu k potvrzenà rakouským ŘÃÅ¡ským
sněmem a Jeho Veličenstvem cÃsařem, a Návrh zákona o
provinčnà ústavě Slezska, zastoupeny jako dobová svědectvÃ
politicky novostavovského ústavnÃho myÅ¡lenà na Moravě a ve Slezsku.
Úsilà českých stavů o realizaci
předbřeznového, tj. předrevolučnÃho programu reformy ve
starostavovském rámci, mezi jehož hlavnà body patřilo rozÅ¡ÃřenÃ
zemského sněmu o přÃsluÅ¡nÃky městského patriciátu, bylo rychle
překonáno březnovými událostmi v Praze a VÃdni.
MěÅ¡ťanské hnutà v Praze a poté v Čechách se rychle
proměňovalo v české a německé národnà hnutÃ, které
hodlalo vyřeÅ¡it státoprávnÃ, národnÃ, sociálnà a hospodářské problémy
země. Hlavnà požadavky pražských měÅ¡ťanských petic byly ve své
původnà formě státoprávnà (nejasně formulované zákonodárné
zastoupenà vÅ¡ech zemà Koruny české), národnà (zrovnoprávněnÃ
českého jazyka s německým v úřadech a ve vyššÃm Å¡kolstvÃ) a
sociálnà (osvobozenà rolnÃků z poddanstvà a roboty). CÃsařská odpověď
ve formě cÃsařského patentu ze dne 23. března 1848
ponechávala sice prostor pro některé liberálnà ústupky, avÅ¡ak pokud jde o
státoprávnà a sociálnà požadavky, byla formulována velmi vyhýbavě a
opatrně. Konečná odpověď na druhou pražskou
měÅ¡ťanskou petici ve formě cÃsařského kabinetnÃho listu
z 8. dubna 1848 nicméně Å¡la o krok dále a naznačovala, že
nikoli český zemský sněm, nýbrž pražský Národnà výbor převzal
konstitučnà iniciativu. Na základě tohoto kabinetnÃho listu měl
pražský Národnà výbor připravit volby do českého zemského sněmu.
Sněm měl následně vypracovat novou českou ústavu. Násilné
srážky s vojskem v červnu 1848 v Praze, resp. rozhodnutÃ
vÃdeňské vlády nepřipustit po potlačenà tohoto povstánà svolánÃ
českého Zemského sněmu, vÅ¡ak tento konstitučnà proces
v Čechách znemožnily. UstavujÃcà český Zemský sněm se
v roce 1848 nikdy nesešel. Jako jediná politická platforma tak od
července 1848 do začátku března 1849 byl pro vÅ¡echny liberály
z Čech vÃdeňský řÃÅ¡ský sněm.
Do této edice byly pojaty také tři
dokumenty, které představujà vládnà předlohy zemského zřÃzenà z
konce roku 1849. Jsou jimi: Zemské ústavnà zřÃzenà KrálovstvÃ
Českého spolu s přÃsluÅ¡ným řádem pro volby do Zemského
sněmu, Zemské ústavnà zřÃzenà pro Markrabstvà Moravské spolu
s přÃsluÅ¡ným řádem pro volby do Zemského sněmu a Zemské
ústavnà zřÃzenà pro Vévodstvà HornÃho a DolnÃho Slezska spolu
s přÃsluÅ¡ným řádem pro volby do Zemského sněmu.
Oktrojovaná rakouská ústava ze 4.3.1849 zrušila de iure stará stavovská zemská
zřÃzenà a slibovala vyhlásit nové zemské uspořádánÃ. To mělo
vstoupit v platnost v průběhu roku 1849 a mělo být
předloženo řÃÅ¡skému sněmu. Ministr vnitra hrabě Franz
Stadion vytvořil pro tento účel komisi s úkolem vypracovat
jednotlivá zemská ústavnà zřÃzenà a řády pro volby do zemských
sněmů. Ministr Alexander Bach pak jako Stadionův nástupce
předložil v květnu 1849 k projednánà Ministerské radě
zemské ústavnà zřÃzenà pro Čechy, které mělo sloužit jako vzor
pro vÅ¡echny ostatnà země. Po dlouhé řadě jednánà se ministerská
rada nakonec usnesla na přelomu let 1849/1850 na zemských ústavách a
volebnÃch řádech do zemských sněmů pro Dolnà Rakousy,
Solnohrady, Korutany, Kraňsko, Slezsko, Å týrsko, Moravu, Čechy,
Tyrolsko a Vorarlbersko, GorÃcii, GradiÅ¡ku a Istrii, Terst a Vojenskou hranici.
Editované dokumenty majÃ, kromě dvou
cÃsařských odpovědi ve formě nejvyššÃho vyřÃzenà na petice
pražského měÅ¡ťanstva, které se snažilo formulovat
politicko-liberálnÃ, národnà a státoprávnà požadavky jménem celého královstvÃ
Českého, charakter ústavnÃho zřÃzenà opatřeného paragrafy. Tato
vyřÃzenà majà rovněž ústavnà charakter, jelikož obsahujà i změnu
resp. liberálnà řeÅ¡enà napřÃklad základnÃch práv a řádu pro
volby do zemského sněmu. Žádný z těchto dokumentů nebyl v politické
praxi přÃsluÅ¡ných zemà nikdy uplatněn. Představujà proto spÃÅ¡e
látku pro historickou a politologickou analýzu dobového konstitučnÃho
myÅ¡lenà na přelomu stavovské a liberálnà éry v českých zemÃch.
VÅ¡echny texty byly opsány v původnÃm
pravopisném zněnÃ. Při zpracovánà textu použÃval editor tyto grafické
značky: [?] pro nejisté čtenà textu; [ ] pro
edičnà zásahy do textu; [….] pro označenà chybějÃcÃho nebo
nečitelného textu (každá tečka představuje jeden chybějÃcÃ
znak); < > vyškrtnutý text; / / text vložený do rukopisu a // // text
vložený do tiÅ¡těného dokumentu. Pokud byl namÃsto vyÅ¡krtnutého
pořÃzen nový text, je tento nový text uveden v jednoduché / /nebo dvojité
// // závorce a původnà text je pak uveden v poznámce pod čarou.
ZákladnÃ
bibliografie k rakouských, českých, moravských a slezských ústavnÃm
dějinám a petičnÃmu hnutà v letech 1848 - 1850
Karl Bosl, Handbuch der Geschichte der
böhmischen Länder, Bd. 2: Die böhmischen Länder von
der Hochblüte der Ständeherrschaft bis zum Erwachen eines modernen
Nationalbewußtseins, Stuttgart, 1974.
Wilhelm Brauneder, Friedrich Lachmayer, Österreichische
Verfassungsgeschichte. Einführung in Entwicklung und Strukturen, Wien:
Manz, 1976.
Jindřich Dvořák, Moravské
sněmovánà roku 1848-49 (Verhandlungen des mährischen Landtages im
Jahr 1848-49). Na padesátiletou památku novodobého sněmu a zruÅ¡enà roboty
na Moravě, jakož i nastoupenà cÃsaře a krále FrantiÅ¡ka Josefa I. na
trůn, Telč: Emil Solc, 1898.
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in Zisleithanien, in: Wandruszka, Adam, Urbanitsch Peter (Hrsg.), Die Habsburgermonarchie 1848–1918, Bd. II: Verwaltung und Rechtswesen, Wien: Verl. d. Österr. Akad. d.
Wissenschaften, 1975, S. 190-269.
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Landtage im Jahre 1848, Teil 1-3, Wien: Hoelder-Pichler-Tempsky, 1929,
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1848 (Die tschechische Bewegung im Jahr 1848), Prag: Nákl.
Historického klubu, 1929.
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Kaisertum Österreich 1848–1849, Bd. 1-2, Wien: Universium, 1948.
Ralf Melville, Adel und Revolution in
Böhmen. Strukturwandel von Herrschaft und Gesellschaft in Österreich um die
Mitte des 19. Jahrhunderts, Mainz: von Zabern, 1998.
Karl Obermann, Die Wahlen zum Frankfurter
Parlament im Frühjahr 1848. Die Wahlvorgänge in den Staaten des Deutschen
Bundes im Spiegel zeitgenössischer Quellen, Berlin: Deutscher Verlag der
Wissenschaften, 1987.
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kontrarevoluce v Rakousku (Revolution und Konterrevolution in
Österreich), Praha: Nakl. Svoboda, 1975.
Friedrich Prinz, Prag und Wien 1848.
Probleme der nationalen und sozialen Revolution im Spiegel der Wiener
Ministerratsprotokolle, München: Lerche, 1968.
FrantiÅ¡ek RoubÃk, Český rok 1848
(Tschechisches Jahr 1848), Praha: KuncÃř, 1948.
Schlesiens Landesvertretung und
Landeshaushalt von ihren Anfängen bis zur neuesten Zeit. Aus Anlass des
60-jährigen Regierungsjubiläums vom 2. Dezember 1908 Sr. Majestät des Kaisers
Franz Josef I. Herausgegeben vom Schlesischen Landesausschusse. Unter
Mitwirkung der schlesischen Landes-Ämter und Anstalten, bearbeitet und
redigiert von Landesrat Karl Berthold, Vorstand des Landesstatistischen Amtes.
I. Teil: Landesvertretung, Troppau: Landesausschuss, 1909, 77–80.
Anton Springer, Geschichte Österreichs
seit dem Wiener Frieden 1809, Bd. 1-2, Leipzig: Hirzel, 1863, 1865.
Jiřà Štaif, Revolučnà léta
1848–1849 v Českých zemÃch (Die Revolutionsjahre 1848–1849 in
den böhmischen Ländern), Praha: Historický ústav ČSAV, 1990.